Wie ich 2015 den Blutmond erlebt habe 1 Kommentar


Am 28. September 2015 fand ein seltenes Naturschauspiel statt: ein sogenannter Blutmond.

Dieses Ereignis entsteht, wenn der Mond im Verlaufe einer totalen Mondfinsternis in den Kernschatten der Erde eintritt. Sonnenlicht wird fast komplett zurückgehalten, lediglich die roten Anteile erreichen aufgrund der Wellenlänge noch die Mondoberfläche. Der Mond erscheint in rötliche Farbe getaucht.

Zusätzlich dazu kam es noch zum Phänomen eines Supermonds. Durch die elliptische Umlaufbahn steht der Mond mal näher und mal weiter entfernt zur Erde. Mit 356.880 Kilometer Entfernung kam uns der Mond so nahe wie noch nie in diesem Jahr.

Das Zusammentreffen der beiden Sehenswürdigkeiten gibt es erst wieder in rund 30 Jahren!

 

Vorbereitung

Bereits am Abend zuvor war ich im Osthafen unterwegs, um den Sonnenuntergang hinter der Skyline aufzunehmen. Dabei konnte ich auch schon die ersten Bilder vom Vollmond einfangen.

 

Vollmond über dem Hafen-Gelände

 

Europäische Zentralbank im Mondlicht

 

Wieder zuhause angekommen, habe ich meine Ausrüstung für die Nacht bereitgelegt. Kamera und Stativ gerichtet, Akkus geladen und Speicherkarten leer gemacht.
Außerdem habe ich mir in der App „Sun Surveyor“ den Mondlauf angesehen und schöne Orte rausgesucht, die für ein Aufnahme interessant sein könnten.

 

Los geht’s!

Um den Blutmond sehen zu können, musste ich früh aus den Federn. Genaugenommen klingelte der Wecker an diesem Montagmorgen schon um 2:50 Uhr!

Das war schon ziemlich hart, Ausschlafen konnte man bei der Uhrzeit logischerweise vergessen. Der Himmel war absolut wolkenlos – perfekt zum Fotografieren. Trotzdem war die beste Ausrede dahin, um im warmen Bettchen liegenbleiben zu können.

 

Mit dem Rad ging es in die Stadt, an Bus und Co. war um diese Uhrzeit natürlich nicht zu denken.

Der erste Halt war an der Flößerbrücke vor dem Main Plaza. Das Hochhaus im New Yorker Stil sowie das angrenzende Collosseo bieten ein schönes Ensemble für eine Mondaufnahme.

 

Main Plaza und Collosseo

 

Anschließend habe ich noch eine Nahaufnahme des Monds gemacht. Mit meinem Standardobjektiv mit 105mm Brennweite bin ich leider nicht so nahe an den Mond herangekommen, wie ich mir das gerne gewünscht hätte. Hier hätte ein Objektiv mit wenigstens 400mm Abhilfe schaffen können.

Die Mondbilder sind daher digital gecropped, um näher an die zahlreichen Details zu kommen.

 

Berge und Täle auf dem Mond

 

Gegen 3:35 Uhr hat sich der Erdschatten schon zur Hälfte auf dem Mond vorgearbeitet. Der Mond ist nun merklich dunkler geworden.

 

Verdeckung des Monds durch den Erdschatten

 

Letzter Halt um 04:40 Uhr auf dem Eisernen Steg. Der Mond ist komplett in den Erdschatten getreten, dadurch steht der Blutmond im Zenit.
Mit dem bloßen Auge ist erstmal nur ein schwach rötlich leuchtender Kreis zu erkennen. Erst die korrekte Belichtung mit der Spiegelreflexkamera lässt das Schauspiel bestens zur Geltung kommen.

 

Der Blutmond steht über Frankfurt

 

Blutmond im Zenit


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